Plattform und Betrieb. Sieben Jahre Praxis.
55 Websites, mehrere mobile Apps, IoT-Anwendungen. Was wir 2018 für die fischer Group mit einer Suchfunktions-Evaluierung begonnen haben, ist heute eine Full-Service-Partnerschaft aus Composable-Plattform, Cloud-Betrieb, Mobile App und Digital Marketing. Was wir dabei über Architektur, Datenkultur und langfristige Zusammenarbeit gelernt haben, fließt heute in jede Plattform, die wir KI-ready bauen.
Diese Story ist keine KI-Story. Sie ist eine Plattform-Partnerschaft über sieben Jahre. Sie steht hier, weil das, was eine eCommerce-Plattform für die fischer Group am Laufen hält, dieselbe Klarheit über Datenflüsse, Verantwortungsschnitte und Owner verlangt wie eine KI-Funktion, die im Alltag verlässlich liefert. Modelle sind austauschbar. Architektur entscheidet.
Über die fischer Group.
Im Schwarzwald gegründet, hundertprozentig Familienunternehmen, 1,15 Milliarden Euro Jahresumsatz, 5.900 Mitarbeitende weltweit. Bekannt für das global einzigartige Komplettsortiment in der Befestigungstechnik. Weitere Unternehmensbereiche: fischertechnik, fischer Consulting, fischer Electronic Solutions.
52 Landesgesellschaften in 39 Ländern, Vertrieb in über 120 Ländern. Der fischer-Dübel als Synonym für Verlässlichkeit, übersetzt in die eCommerce-Welt als Anforderung an Stabilität, Sicherheit und Verfügbarkeit.
Wie die Partnerschaft begann.
2018 startete die Zusammenarbeit klein. Eine Evaluierung der Suchfunktion innerhalb des großen fischer-Produktportfolios, FactFinder als Product Discovery Lösung. Aus dieser ersten Aufgabe wuchs über die Jahre eine ganzheitliche Partnerschaft, die heute aus vier voneinander unabhängigen, aber inhaltlich verzahnten Arbeitsbereichen besteht.
Aus dem Suchfunktions-Projekt wurde 2017 ein Relaunch mit Sitecore als CMS, Single Sign On für Kundenprofile, SAP Commerce Cloud im Backend. Ab 2021 kam der Betrieb in der Smart Commerce Cloud dazu. Parallel die Mobile App-Entwicklung, dazu IoT-Anwendungen für Connected Products und Digital Marketing als Folgeauftrag.
Aus einer Plattform wurde Full-Service in der Praxis.
Was 2018 mit einer Suchfunktions-Evaluierung begann, ist über die Jahre zu einer ganzheitlichen Partnerschaft gewachsen. Plattformbau und Betrieb tragen den Kern. Mobile App und Digital Marketing kommen aus derselben Architektur heraus. Vier Arbeitsbereiche, ein Team, eine Code-Basis.
eCommerce mit Composable Architecture.
SAP Commerce Cloud im Backend, Sitecore als CMS im Frontend, GraphQL als Integrationsschicht, Microservices für spezifische Anwendungen wie Stellenanzeigen-Plattform oder Connected-Products-Dashboard. Multi-Brand-Plattform für fischer, fischertechnik und die Schwesterunternehmen, mit einem flexiblen Design-System als gemeinsame UI-Basis.
2018 war Composable Commerce noch State-of-the-Art-Wagnis, heute trägt die Architektur 55 Websites, mehrere mobile Apps und IoT-Anwendungen. Customer-Centricity über das myfischer-Self-Service-Portal mit fischer Academy, FiXperience-Bemessungssoftware, Self-Service-Bestellverwaltung und Beratungs-Service.
Smart Commerce ist für uns strategischer Partner im Bereich eCommerce. Das Team hat uns stets kompetent und verlässlich unterstützt und wir haben über die Jahre gemeinsam viele Digitalisierungsprojekte erfolgreich umgesetzt.
Jens Böhm, Head of eCommerce, fischer Group
Ganzheitlicher Betrieb in der Smart Commerce Cloud.
Seit 2021 läuft das fischer-eCommerce-System in der Smart Commerce Cloud auf Azure Kubernetes Service. DevOps-Modell „You build it, You run it": dasselbe Team, das die Lösung entwickelt, betreibt sie. Infrastructure-as-Code und GitOps tragen den Automatisierungsgrad, der Disaster Recovery in Minuten ermöglicht.
Web Application Firewall auf Azure FrontDoor Premium mit Microsoft Threat Intelligence-Anbindung, fischer-eigenes SIEM angebunden. Tooling aus dem Cloud-Native-Computing-Foundation-Ökosystem: Grafana, Prometheus, Elasticsearch, Kibana, Argo, Tekton, Terraform. Open-Source-basiert, kein Vendor-Lock-in.
Klare SLA für die gesamte Plattform, transparente Kosten, zertifizierte Cloud-Services für Compliance und Datensicherheit. 24/7-Notfallbereitschaft mit dedizierten Ansprechpartner:innen. Standardisierung im Betrieb: fast alles läuft auf Kubernetes.
Mobile App für die Baustelle.
iOS- und Android-Apps als Erweiterung des fischer-Onlineshops in den Mobil-Kontext. Integration mit dem myfischer-Self-Service-Portal, Echtzeit-Synchronisation des Warenkorbs zwischen Desktop und Mobile über Websocket Connections. Integrierter Barcode-Scanner für Vor-Ort-Bestellungen, Telefon- und Karten-Integration für direkte Kommunikation und Lieferadressen.
Native Apps statt PWA-Only, weil offline-Funktionalität auf der Baustelle entscheidend ist. Volle Featureparität mit dem Web-Shop, sodass Handwerker:innen tagsüber mobil sammeln und abends am Desktop bestellen können, ohne Datenverlust.
Digital Marketing und SEO als Begleitthema.
Aus der Plattform-Partnerschaft heraus übernimmt Smart Commerce auch das Digital Marketing. Ende 2021 fiel der Sistrix-Sichtbarkeitsindex der fischer.de innerhalb von vier Wochen nach dem Design-Rebrush um 35,5 Prozent. Smart Commerce führte ein umfassendes SEO-Audit in den Bereichen Technik, Onpage und Offpage durch. Crawl-Budget-Steuerung, Hreflang-Optimierung, Broken-Link-Bereinigung, interne Verlinkungs-Struktur, Meta-Tags und Kategorietexte.
Der Dübelratgeber wurde neu aufgebaut: Topical Map über die angrenzenden Themenbereiche, semantische Content-Optimierung, FAQ-Section für Rich Snippets, Supporting-Ratgeber-Content mit interner Verlinkung. Priorisierung der Maßnahmen nach dem ICE-Framework.
Stand 2023 ist die Sichtbarkeit der fischer.de 193 Prozent über dem Tiefstand und 97 Prozent über dem Vor-Rebrush-Niveau. Das Keyword Dübel rankt wieder auf Seite eins der organischen Suchergebnisse. Der organische Kanal ist heute mit 73 Prozent Anteil die Traffic-Quelle Nummer eins.
Sechs Erfolgsfaktoren aus dem Projekt.
Was wir bei fischer über sieben Jahre gelernt haben und seither in jede Plattform-Partnerschaft mitnehmen.
Klare Anforderungen, starke Leitlinien
Was die Plattform leisten muss, gehört vor jede Tool-Entscheidung. Bei fischer haben wir Architektur und Patterns früh dokumentiert. Neue Arbeitsbereiche steigen schneller ein, Architektur kippt nicht bei jeder Erweiterung.
Composable als Architekturprinzip
Modulare Komponenten statt Monolith. 2018 war das Wagnis, heute ist es Voraussetzung. Neue Anwendungen wie Stellenanzeigen oder IoT-Dashboard hängen sich in dieselbe Architektur, ohne dass die Basis sich verändert.
DevOps von Tag eins
Wer baut, betreibt. Das gleiche Team verantwortet Entwicklung, Deployment und Betrieb. Wartung ist nicht das Anhängsel nach Go-Live, sie ist Teil der Architekturarbeit.
Multi-Brand als Konfiguration
fischer, fischertechnik und die anderen Marken teilen sich Code-Basis und Design-System. Markenidentität läuft über Themes, nicht über Forks.
Daten als Entwicklungspartner
CRM tief in den Vertriebsprozess integriert, Kundenfeedback durch Befragungen, Tests und Hospitanzen. Anstelle von Meinungen treffen datenbasierte Entscheidungen das Steuer.
Langfristige Partnerschaft statt Projekt-Sprints
Sieben Jahre, vier Arbeitsbereiche, gemeinsames Team. Smart Commerce verzichtet bei Bedarf auch auf eigene Ressourcen, wenn die Gesamtlösung dadurch erfolgreicher wird.
Was bisher erreicht wurde.
Sieben Jahre Partnerschaft. Vier Arbeitsbereiche. Eine Architektur.
Die fischer Group erarbeitet sich durch die Plattform-Architektur fortlaufend Wettbewerbsvorteile. Neue Anforderungen lassen sich modular umsetzen, ohne die Basis zu verändern. Eine Marktführerposition, in die kontinuierliche Pflege und Weiterentwicklung einfließen.
Was wir daraus für KI-Anwendungen mitnehmen.
fischer ist keine KI-Geschichte. fischer ist eine Plattform-Geschichte über sieben Jahre. Und sie ist eine der wichtigsten Quellen, aus denen unsere Methodik für KI-Plattformen stammt. Vier Erkenntnisse, die wir heute in jede Plattform tragen, die KI-Funktionen trägt.
- Composable als Architekturprinzip. Austauschbare Komponenten, kein Vendor-Lock-in. Gilt für eCommerce-Module ebenso wie für KI-Modelle.
- DevOps von Tag eins. Wer KI-Anwendungen baut, muss sie auch betreiben können. Sonst kippt das System nach dem ersten Modell-Update.
- Daten als Entwicklungspartner. KI braucht Datenkultur, die über Jahre wächst. Bei fischer ist diese Kultur über CRM-Integration und Customer-Centricity gewachsen.
- Langfristige Partnerschaft. KI ist kein Projekt mit Enddatum, sondern eine Praxis. Wer das von Anfang an einplant, baut anders.
Tech-Stack, Roadmap, Feature-Details und Stimmen aus dem Projekt gibt es pro Arbeitsbereich in einer ausführlichen Success Story zum Download. Vier PDFs, vier Vertiefungsrichtungen, eine Partnerschaft.




